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Nomen est omen
Primus inter pares

07.05.2016

Südbadenliga Qualifikation für Saison 2016/17 souverän geschafft...

Spielbericht HSG Hardt - SG Ottersweier/Großweier 33:19 (13:8)

Vorab: Nach einer ziemlich schwierigen ersten Südbadenliga Saison 2015/16 zeigten die Mädels trotz aller Widrigkeiten unmissverständlich, dass sie weder den Mut und den Willen noch die Lust dazu verloren hatten, hochklassig spielen zu wollen. Ganz im Gegenteil...jetzt erst recht!
Schon kurz vor Ende der Saison 2015/16 war sich die Mannschaft schnell einig, dass u.a. für den Lerneffekt, die Erfahrungswerte etc. im Prinzip nichts anderes in Frage kommt, als erneut in der höchsten Spielklasse des Südbadischen Handballverbandes (kurz SHV) antreten zu wollen.
Neben uns meldete auch die SG Ottersweier/Großweier erneut zur SBL und somit musste der sogenannte "Quotenplatz" für den Bezirk Rastatt durch ein Entscheidungsspiel ausgefochten werden. Der Sieger aus diesem Entscheidungsspiel zieht direkt in die SBL ein, der Verlierer muss versuchen sich in weiteren, überbezirklichen Turnieren für die SBL zu qualifizieren (z.B. im Bezirk Offenburg oder noch weiter)...und letzteres wollten wir uns ersparen.


Letztes Einschwören vor dem entscheidenden Spiel...

Die Vorzeichen bei der HSG Mannschaft zu diesem bedeutsamen Spiel waren schon mal bestens; alle Spielerinnen gesund und munter an Bord, die Motivation stimmte und vor allem den unbedingten Willen der Mädels, sich hier und heute direkt in die SBL zu qualifizieren, war ihnen in den letzten Tagen deutlich anzumerken..!
Nur wusste keiner so recht, wie die SG Ottersweier/Großweier in ihrer neuen Formation einzuordnen war. Denn nach den Erfahrungen aus der letzten Saison gegen die SG (zweimal Unentschieden) rechnete man eher mit einem erneut nervenaufreibenden Spiel, was möglicherweise wieder erst zum Spielende hin entschieden wird (evtl. auch wer die besseren Nerven hat). Dass es aber so kam wie es kam, war nicht mal in den kühnsten Vorstellungen gegenwärtig..!

Relativ nervös starteten beide Mannschaften in die Partie und trotz mehrfacher Gelegenheiten hüben wie drüben brachte anfänglich keine Mannschaft den Ball erfolgreich im Netz unter. Entweder scheiterten sie an den Torhüterinnen oder am Gebälk. Zu Beginn der dritten Spielminute konnte Theresa durch eine tolle Aktion aus dem Rückraum den Bann brechen und das 1:0 für die HSG markieren.


Theresa (#4) brach den ''Bann'' und wuchtete in einer starken Aktion den Ball zum 1:0 für die HSG ins Netz...

Jedoch keine 20 Sekunden darauf erzielten die Gäste mit einer Blitzaktion durch ihre beste Torschützin das 1:1...allerdings sollte das der einzige Ausgleichstreffer für die SG O/G gewesen sein. Nun begannen die HSG Spielerinnen ihre sich bietenden Chancen nicht nur zu nutzen sondern auch erfolgreich zu verwerten.
Mit Treffern von Theresa und Lisa (je zwei), von denen alle durch Saskia hervorragend eingeleitet wurden, erspielten sie sich bis zur 7. Minute eine 5:1 Führung. Aber wo Licht ist, ist bekanntermaßen auch Schatten..!
Nach dem erwähnten 5:1 schlichen sich plötzlich vermehrt Nachlässigkeiten im Spiel der HSG Hardt ein und die Gäste waren auf ein 5:4 herangekommen! Auch die SG Ottersweier/Großweier Mädels hatten mittlerweile ihre Nervosität abgelegt und zeigten, dass sie sich auf jeden Fall wehren werden.


Stellvertretend für alle HSG Mädels an dem Tag, ein starker Auftritt von Lisa und Saskia...

Dieser 3:0 Lauf der SG O/G veranlasste wiederum die HSG Akteurinnen vor allem in der Defensive einen Zahn zuzulegen, denn die Abwehr ist bekanntlich der Grundstein zum Erfolg (was sich im Verlauf des Spiels noch deutlich zeigen sollte).
An dieser Stelle müssen Marlene, Alisah und Saskia besonders erwähnt werden, die das intensiv trainierte Defensivverhalten so gut umsetzten, um zum einen immer wieder Bälle "klauen" zu können und zum anderen die Gegnerinnen so unter Druck zu setzen, um sie z.B. in Schrittfehler oder andere techn. Fehler zu verleiten.
Aber was nützen z.B. "Schrittfehlerfallen" wenn die Schiedsrichter es nicht erkennen?! Der sehr gut leitende Schiedsrichter T. Bressmer erkannte es..!
Bedingt durch das gute Auge des Schiedsrichters konnten sich die HSG Mädels für ihre starke Abwehr belohnen und mehrmals ohne großen Aufwand in Ballbesitz kommen. Als in der 14. Minute durch Lisa der Ball zum 8:4 für die HSG eingenetzt wurde, nahm der SG O/G Trainer eine Auszeit um seine Mannschaft neu einzustellen.
Diese Auszeit zeigte für ein paar Minuten ihre Wirkung. Denn nach diesem Timeout taten sich die Gastgeberinnen in ihrer Offensive erneut (unnötig) schwer die sich bietenden Chancen auch zu verwerten. Mehrfach scheiterten sie u.a. an der SG Torhüterin und so kamen die Gegnerinnen an ein 9:7 heran.


Durch super getimtes Einlaufen aus der LA Position kam Janine zu wichtigen Treffern für die HSG...

Ein paar Korrekturen bei den Hausherrinnen brachte wieder mehr Sicherheit insbesondere ins Angriffsspiel, so dass ein Pausenstand zum 13:8 für die HSG erzielt werden konnte. Maßgeblich daran beteiligt war u.a. Janine, die durch super getimtes Einlaufen von Außen für wichtige HSG Treffer sorgte.
Aber eine 5-Toreführung hat bekanntermaßen im Handballsport jedoch nicht unbedingt immer eine beruhigende Bedeutung. Schnell kann sich das Spiel drehen und die HSG Mädels waren aufgrund der ersten Halbzeit gewarnt, dass man sich nicht wirklich "ausruhen" kann.

Direkt nach Wiederanpfiff zu Durchgang zwei starteten die Gastgeberinnen mit mächtig Dampf...zumindest was die Abwehr betraf. Im Angriff gab es nach wie vor noch Luft nach oben bei den Abschlüssen.
Aber nun angetrieben von einer technisch überragenden Alisah im "Bälle klauen" sowie Theresa, die das gegnerische Kreisanspiel nun nicht mehr zuließ und Marlene, welche ihre Seite regelrecht zubetonierte, konnten die HSG Mädels binnen 5 Minuten durch ihre hervorragende Defensivleistung eine komfortable 9-Toreführung zum 18:9 herausholen..!


"Hier geht's zur Südbadenliga"...scheinen Trainer und Spielerinnen anzuzeigen...

Ihre starke Defensive gab ihnen obendrein mit der Zeit die nötige Sicherheit, auch im Angriff immer mehr auszuprobieren und sie erspielten sich somit einige sehenswerte Tore.
Allerspätestens beim Stand von 24:14 in der 38. Minute wurde jedem bewusst, hier brennt nichts mehr an und demzufolge wurden auch mal messerscharfe Pässe in menschenleere Räume mit einem breiten Grinsen und "das war so geplant" kommentiert.
In den letzten zehn Minuten wurde auf Seiten der HSG munter durchgewechselt, so dass auch die Neuzugänge aus der D-Jugend ihre Gelegenheit bekamen "Südbadenligaluft" zu schnuppern.
Auf der Tribüne unterstützte das zahlreiche heimische Publikum die Mannschaft pausenlos und ging auch in Durchgang zwei nach wie vor bei jeder Aktion begeistert mit.
Als Vivian im Tor kurz vor Spielende mit einer bärenstarken Parade einen Tempogegenstoß der Gäste vereitelte, brachen auch auf der HSG Bank alle Dämme...es war geschafft!


Das zahlreiche heimische Publikum feuerte die HSG Mädels pausenlos an...

In der Summe ein hoch verdienter Sieg mit einem Resultat von 33:19 für die HSG, was so von niemandem erwartet wurde!
Äußerst bemerkenswert dabei war zudem, dass sich die HSG Mädels in keiner Situation beunruhigen ließen, auch wenn es zwischendurch mal nicht ganz rund lief. Sie spielten ihr Spiel 50 Minuten unbeeindruckt durch.

Der direkte Einzug in die Südbadenliga Saison 2016/17 ist souverän gemeistert und es bleiben der Mannschaft somit weitere kräftezehrende Qualifikationsspiele erspart. Wir freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche, aber vor allem verletzungsfreie SBL Saison 2016/17..!

Es spielten: Theresa, Marlene, Saskia, Alisah, Janine, Franziska, Vanessa, Vivian, Mara, Lisa, Patricia, Laura und Carolin

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